Perspektive 2014

Dem Auftrag des Erzbischofs folgend wird für den Pastoralverbund Gütersloh Nordring im Hinblick auf die "Perspektive 2014" ein Pastoralkonzept 2015 erstellt.

Dazu entschlossen sich die Pfarrgemeinderäte unseres Pastoralverbundes auf ihrer Klausurtagung im Februar 2010 und leisteten bereits erste Vorarbeiten. Bei der gemeinsamen Sitzung beider Pfarrgemeinderäte im April 2010,
an der auch die Kirchenvorstände des Pastoralverbundes teilnahmen, wurde zunächst die Steuerungsgruppe aufgestellt. Ihr gehören Pfarrer Viktor Primus, Rainer Bringmann, Michael Buske, Ernst Stammeier und Heinz-Josef Wiemann an. Die Steuerungsgruppe plant den Prozess der Konzeptentwicklung und koordiniert die einzelnen Schritte.

Perspektive 2014

Zukunftsperspektive für die Gemeinde "Sind wir noch zu retten"

Was wird aus unserer Gemeinde Hl. Familie, wenn die Zahl der Gemeindemitglieder weiter zurückgeht,
weil immer weniger Kinder geboren und getauft werden, weil unsere Gemeinde überaltert und vergreist, immer weniger Getaufte die Sonntagsgottesdienste mitfeiern und mehr und mehr sich still verabschieden und aus der Kirche austreten?

Was wird aus unserer Gemeinde,

  • wenn - bedingt durch Priestermangel- der Bischof uns keinen Nachfolger für Pastor Cherian schicken kann oder will und das Pfarrhaus leer steht.
  • Wenn die Zahl der Ehrenamtlichen schrumpft und wichtige Aufgaben, wie z.B. die der Sakramentenkatechese, der Caritas, der Frauengemeinschaft, der Seniorenarbeit, der Messdiener- und Jugendarbeit, die Ökumene... reduziert oder aufgegeben werden müssen?
  • Wenn die Kirchensteuermittel bzw. -Zuschüsse für unsere Gemeinde gekürzt werden, die Instandhaltungskosten z.B. für unsere Gebäude bestehen bleiben oder sogar steigen?

Welche Rolle wollen und können wir als katholische Gemeinde hier im Ortsteil Blankenhagen (noch) spielen, welche Aufgaben müssen wir aufgeben, welche unbedingt behalten und erfüllen, sogar ausbauen? - Ihre Ideen, Ihre Erwartungen, Ihre Talente und Ihre Mitarbeit sind gefragt, wenn es um die vom Bischof für 2014 beschlossene Zusammenlegung der Gemeinden unserer Stadt geht! Jesus Christus hat gesagt: „Ihr seid das Licht der Welt, das Salz der Erde." Wie können wir das heute und morgen, 2014 und danach hier vor Ort sein?

Weitere Infomationen erfolgen demnächst unter:

pastoralverbund-guetersloh-nordring.de/index.php?id=414

Fragebogen - Auswertung

Pastoralkonzept

Fragebogenaktion - Zusammenfassung der Ergebnisse

 

Allen, die sich die Mühe gemacht haben, den Fragebogen auszufüllen oder ihn durch ein eigenes Blatt noch zu ergänzen, nochmals herzlichen Dank!

Die Antworten und eingebrachten Ideen und Vorschläge werden den einzelnen Arbeitsgruppen bei der Erstellung des Pastoralkonzepts eine wichtige Hilfe sein. Allerdings ist uns klar, dass bei den Rückmeldungen die Meinung der „Kirchen- und Gemeindefernen“ fehlen, um uns ein möglichst repräsentatives Bild über Erwartungen an unsere Gemeinde und unsere zukünftigen Aufgaben machen zu können.

Aus den vielen Stellungnahmen können wir für die Zusammenfassung hier nur einen Teil wiedergeben. Er lässt uns Schwerpunkte und Trends erschließen, die aber keinesfalls für alle drei Gemeinden in gleicher Weise zutreffen. Die genaue Verteilung ist den Auswertungslisten zu entnehmen.

 

Die große Mehrheit der Befragten erwartet ein Weiter-Bestehen unserer drei Gemeinden (HL.Familie, Maria Königin, Christ-König).

  • Für unverzichtbar wird auch in Zukunft die Familienpastoral gehalten:

Jugendarbeit, Junge Familien, Frauengemeinschaft, Seniorenarbeit,

  • aber auch das soziale Engagement (Caritas / Sternsinger-Aktion

  • und Aktivitäten, die die Feier der Gottesdienste mittragen: Messdienerarbeit, kirchenmusikalische Gruppen, Familiengottesdienste

All diese Schwerpunkte werden auch genannt, wenn das Positive in unseren Gemeinden gefragt war.

  • Die Öffentlichkeitsarbeit wird von vielen als sehr wichtig angesehen,

und zwar in Form von Gemeindebriefen und Berichten in der Lokalpresse; - einige nennen auch das Internet als Medium.

  • Ein großer Teil der Befragten glaubt, dass wir als Gemeinde / Gemeindeverbund den „Distanzierten“ durchaus noch etwas zu sagen haben. Hier fand sich ein breites Spektrum an Ideen und Vorschlägen. Es wird sich aber eine ganze Gruppe von interessierten MitarbeiterInnen zusammenfinden müssen, um diese Anregungen in die Praxis umsetzen zu können.

  • Zurückhaltender äußerten sich die Befragten zum Thema Ökumene. Gemeinsame Gottesdienste, Veranstaltungen (u.a. Weltgebetstag der Frauen) Gemeindefeste wurden zu diesem Thema genannt.

  • Der Priestermangel ist wohl für viele das Hauptproblem, das auch unsere Gemeinden in Zukunft weiter beschäftigen wird. Er bedeutet zwar nach Meinung der Mehrheit durchaus eine Aufwertung der Laien, vor allem der Frauen. Über die Folgen für die Eigenständigkeit der Gemeinden ist man unsicher in der Beurteilung, der Priester wird aber nach wie vor als erster Ansprechpartner in geistlichen Anliegen gesehen.

In dieser Zusammenfassung geht es nicht um eine Bewertung dieser Aussagen. Das muss in den einzelnen Arbeitsgruppen geschehen, und zwar dann auch im Hinblick auf die Konsequenzen für unsere Arbeit in der Gemeinde: Soll und kann alles beim Alten bleiben – oder (was) müssen wir mit den Gaben des HL. Geistes Neues wagen („Aufbruch“?), um in dieser Zeit und in Zukunft im Sinne Jesu „Salz der Erde“ und „Licht für die Welt“ sein zu können?

Für die Steuergruppe des Pastoralverbundes Gütersloh-Nordring