Baby-Fenster
Gütersloh-Blankenhagen

Kath. Kirchengemeinde “Heilige Familie" 
Blankenhagener Weg 138

Baby-Fenster

Was können Sie für das Baby-Fenster tun?

Zunächst ganz allgemein: Das Leben lieben, das eines Kindes ganz besonders!
Es ist schon ein Schritt getan, wenn Sie dies heranwachsenden jungen
Menschen ganz deutlich vermitteln.
Nur in einer angstfreien Atmosphäre unserer Gesellschaft bekennt sich eine Frau zu einer Schwangerschaft.

Informationen erhalten Sie durch:
Rita & Ernst Venjakob
Tel.: 05241-39744

Was will das Baby-Fenster?


Rat und Hilfe sein, um verzweifelte Mütter/Eltern mit Rat und Tat
vor Kurzschlusshandlungen zu bewahren.
Die Möglichkeit bieten, nach einer geheim gehaltenen Geburt
der betroffenen Frau Hilfe zu vermitteln.
Die Chance bieten, Anonymität zu wahren.
Hilfe sein, um Leben zu erhalten.


Wer betreut das Baby-Fenster?

Der Arbeitskreis Baby-Fenster:
Mitgliedern der Kirchengemeinde Heilige Familie.

Das Babyfenster

wurde auf Initiative des ehemaligen Gemeindepfarrers Christoph Eppelt eingerichtet. Ihm wurde während seiner Amtszeit ein neugeborener Junge in einer Apfelsinenkiste vor die Haustür gelegt.

Dieses einschneidende Erlebnis und der bis heute währende Kontakt zu „seinem" Baby waren für ihn Antrieb, das Baby-Fenster und den Arbeitskreis Baby-Fenster aus der Taufe zu heben.


Das Baby-Fenster ist da, um
• Mütter und Ihren Partner vor Kurzschlusshandlungen schützen,
  wenn Sie sich mit einem Neugeborenen überfordert fühlen.
• Müttern oder Eltern Zeit zu geben, in ihrer besonders schwierigen Lage
  entscheiden zu können, ob sie ihr Kind wieder annehmen oder
  zur Adoption freigeben wollen.
• das Leben des Kindes zu bewahren!


Das Baby-Fenster ist mit einem Sensor ausgestattet, der einen stillen Alarm auslöst. Mitarbeiter des Arbeitskreises nehmen das Baby in Obhut.

Der Arbeitskreis Baby-Fenster

hilft Frauen in Ihrer ungewollten Schwangerschaft oder nach der Geburt Ihres Babys und betreut das Baby-Fenster.
Der Arbeitskreis wurde von Pfarrer Chr. Eppelt gegründet.
Gemeinsam mit ihm wollen Mitglieder der Gemeinde jungen Müttern in Notsituationen helfen, ihre Schwangerschaft und ihr Kind anzunehmen.
• Wir hören zu,
• Wir begleiten zu (anonymen) Arztbesuchen,
• Wir begleiten zu Beratungen (z.B. zu Betreuungsangebote, damit Sie
   als Mutter weiter zur Schule gehen oder Ihre Ausbildung zu Ende
   bringen können),
• Wir helfen bei Bedarf bei notwendigen Anschaffungen.
   Kurz: Wir helfen, damit die Mütter einen Weg finden, für Ihr Baby da zu sein.

Unter der Telefon Nr. 0170-847 46 68 sind Mitglieder des Arbeitskreises
jederzeit erreichbar.

Jeder Anruf wird selbstverständlich vertraulich behandelt.

Die Mitglieder des Arbeitskreises werden alarmiert,
wenn ein Baby in das Baby-Fenster gelegt wird.

Was können Sie persönlich tun,
um Ziele des Arbeitskreises Baby-Fenster zu unterstützen?

Jedes Mal wenn die Nachricht über ein ausgesetztes oder totes Baby uns erreicht, sind wir schockiert und fragen uns, wie konnte es dazu kommen?
Die genauen Hintergründe sind oft uns unerklärlich. Wir erkennen aber immer häufiger, dass die Mutter, Vater oder auch der Lebensgefährte der Mutter mit der Gesamtsituation überfordert und irgendwie hilflos war.
Vielleicht hätte die junge Mutter ihr Baby behalten, wenn sie nicht solche Angst vor den Reaktionen der eigenen Eltern gehabt hätte? Oder wenn sie den Eltern auf die Frage: „Was sollen die Nachbarn denken?" „Die freuen sich über jedes Kind!", hätte antworten können.
Vielleicht hätte die junge Mutter ihr Baby behalten, wenn nicht die ganze Umwelt ihr sagte: „Wie kannst Du so dumm sein, Du zerstörst dir die ganze Zukunft!“
Vielleicht hätte der junge Vater seine dreimonatige Tochter nicht zu Tode geschüttelt, wenn ihm jemand aus der Nachbarschaft das häufig schreiende Kind mal für eine Stunde abgenommen hätte?
Versuchen Sie also, jungen Menschen das Gefühl zu vermitteln, dass sie und Kinder in dieser Gesellschaft als Bereicherung gesehen werden und sie mit ihren Problemen nicht alleine dastehen.
Das kann schon durch ein aufbauendes und anerkennendes Lächeln für die durch das Einkaufen gestresste Mutter mit ihrem Kleinkind geschehen.
Vielleicht helfen Sie Ihr beim Tragen der schweren Tüten oder bringen sie gar nach Hause?
Ein freundlicher Gruß vermittelt den Kindern und Jugendlichen in Ihrer Nachbarschaft: Ich werde wahrgenommen und akzeptiert!
Ihnen fallen bestimmt noch mehr kleine Gesten ein, die das Zusammenleben einfacher machen und das Gefühl geben: „Ich bin nicht allein, ich gehöre dazu, ich werde beachtet und geachtet!". Und Sie wissen ja: „... viele kleine Schritte..."

Aus dem Gefühl des „Angenommenseins" kann eine junge Mutter ihre ungewollte Schwangerschaft eher annehmen und ihr Kind auf unsere Welt bringen.

Und damit trügen Sie ein wenig zu dem uns allen so wichtigen Ziel bei:
Das Leben von gefährdeten Kindern zu bewahren.

Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht der Welt verändern. (afrikanisches Sprichwort)